
Vielleicht liegt es daran das der Boston Common die gruene Seele der Stadt ist, das mich meine Wege bei jedem Besuch zu Ihm fuehren. Ebenso wahrscheinlich die breitgefaecherte Masse der Menschen deren Weg durch Ihm fuehrt und die ich hier wunderbar beobachten kann. Die Studenten die auf den Wiesen liegen oder Obdachlose zusammen gerollt auf den Parkbanken. Hier tummelt sich alles, von jung bis alt, von reich bis arm, von gefluegelt bis vierbeinig und am meisten faszinieren mich die unendlich vielen Eichhoernchen.

Jedesmal wenn ich wieder die kleinen Wege entlang schlendere halte ich einige Augenblicke inne und beobachte das bunte treiben. Gestern sah ich einen Obdachlosen der sich die Zeit damit vertrieb diese kleinen haarigen Tierchen mit Erdnuessen fuer den kommenden Winter dick und rund zufuettern. Ich schaute eine weile zu und nachdem ich mich bei Starbucks und meinem Chai Latte aufgewaermt hatte fuehrte mein Weg selbst in einen Laden um Erdnuesse zu kaufen.

Ich suchte mir eine Parkbank auf der angenehm die letzten Sonnenstrahlen des Tages lagen und setzte mich. Nachdem ersten knistern sprangen sie von allen Seiten an, erst scheu und zureuckhaltend brach das Eis schnell und sie wurden bald so frech das sie mir das Bein hochkletterten. Einer von Ihnen wollte nicht einmal mehr warten bis ich eine Nuss aus meinem Rucksack holte, sondern bediente sich gleich selbst.
Frech und aufgeweckt. Wunderschoen anzusehen wenn die Sonnenstrahlen sich in Ihrem plueschigen Fell brechen und mit Ausnahme der rasiermesserscharfen Krallen sind Sie wirklich so weich wie Sie aussehen.
Zuhause angekommen erzaehlte ich gleich begeistert von meinem Erlebnis worauf meine Gastmutter nur erwaehnte "Du verbringst auch immer Zeit bei den Eichhoernchen" Worauf ich nichts erwiedern konnte, Recht hat Sie ja. Meinen Gastvater entgegnete ich auf sein Kommentar "Du weisst schon das Eichhoernchen nur Ratten mit einem plueschigen Schwanz sind?" "Ja und, ich hatte selbst eine Ratte als Haustier!" Und Noah sagte nur mit leuchtenden Augen, nachdem er meine Bilder gesehen hatte, "She is a squirrel whisperer!"
Und auch das naechstemal wird mich ganz bestimmt mein Weg wieder durch den Boston Commen fuehren.